Dienstag, Oktober 20, 2009
geschichten voller wunder und schrecken
wie so oft in meinem leben bin ich vielleicht spät dran damit, das heißt aber nicht, dass ich die gelegenheit verpasse: über den täglichen BILDblog-beitrag 6vor9 bin ich gestern auf das interview project auf der website david lynchs gestoßen.
david lynchs sohn austin reist mit einem team durch die USA und nimmt interviews auf mit ganz normalen bürgern des landes. wen sie eben so auf der straße treffen, in den gärten und auf den verandas der häuser.
die zwischen 3 und 5 minuten kurzen filme stehen dem irrglauben entgegen, dass es nur die menschen sind, die wir auf leinwänden und im fernsehen sehen, die wichtige dinge zu sagen haben. die höhen und tiefen des lebens haben alle dieser einfachen, normalen menschen erlebt, die das interview project vorstellt; manche höher, mancher tiefer, manche glücklicher, manche trauriger. einige weise, einzelne irre - alle berührend menschlich, ehrlich und authentisch. noch dazu umrahmt von traumhaften bildern und wunderbarer musik sind diese interviews kleine happen des glücks oder auch der nachdenklichkeit.
david lynchs sohn austin reist mit einem team durch die USA und nimmt interviews auf mit ganz normalen bürgern des landes. wen sie eben so auf der straße treffen, in den gärten und auf den verandas der häuser.
die zwischen 3 und 5 minuten kurzen filme stehen dem irrglauben entgegen, dass es nur die menschen sind, die wir auf leinwänden und im fernsehen sehen, die wichtige dinge zu sagen haben. die höhen und tiefen des lebens haben alle dieser einfachen, normalen menschen erlebt, die das interview project vorstellt; manche höher, mancher tiefer, manche glücklicher, manche trauriger. einige weise, einzelne irre - alle berührend menschlich, ehrlich und authentisch. noch dazu umrahmt von traumhaften bildern und wunderbarer musik sind diese interviews kleine happen des glücks oder auch der nachdenklichkeit.
Labels: wissenswertes
Freitag, September 18, 2009
jetzt brauch' ich urlaub II
hier geht's weiter mit dem nachtrag zum fantasy filmfest 2009 in köln...
the tournament ist einer von den fällen, wo ich mir hinterher dämlich vorkam, weil ich nicht wie alle anderen das gefühl hatte, von vornherein zu wissen, wie's ausgeht... ich habe zwar schon so manches vorausgeahnt, aber vielleicht habe ich auch einfach mehr phantasie als andere und eventuell auch als die drehbuchschreiber - für mich war das alles durchaus nicht so unausweichlich. jedenfalls aber fand ich den film nicht so doof wie ich befürchtet hatte, und auch nicht so angestrengt cool, wie der ankündigungstext vermuten ließ. ich hatte ungezwungen spaß.
in the electric mist zählt definitiv zu den favoriten des festivals. nicht nur mag ich tommy lee jones, mary steenburgen und peter skarsgard, die südstaaten und private-eye-plots, von gespenstergeschichten ganz zu schweigen. ich mag es, wenn die dinge so leicht und scheinbar unverbunden dahinplätschern und am schluss ein großes ganzes ergeben. leider wird der film so, wie wir ihn jetzt gesehen haben, wohl nicht in den kinos laufen. schade: genauso war er toll.
just walking solo quiero caminar war noch so ein frauenfilm, den ich mir zielsicher herausgesucht habe. die spanisch/mexikanische vorstellung von starken frauen deckt sich nicht 100% mit meiner, aber dennoch haben die damen, die hier dem patriachalischen organisierten verbrechen die stirn bieten, unbestreitbar cojones. nebenbei hat man es mit einer cineastischen heist-geschichte zu tun, was auch spaß macht, dazu liebe, sex, verantwortung, hass, verachtung, kurz: jede menge gefühl. und ein *hach* tragisches ende... alles in allem nicht nur nicht ärgerlich, sondern richtig berauschend (somit auf der runners-up-liste für die besten filme des festivals).
loft war nicht ganz so smart, wie er gerne gewesen wäre. ein bisschen zu einfach gezeichnete charaktere, dafür elaboriert erzählte zeitsprünge hin und zurück, aber irgendwie nichts besonderes.
bronson: DER beste film des festivals, für mich. ein mann wie eine naturgewalt, nackt und roh, aber keineswegs so gefühllos; durchaus auch nicht ohne maßstab zur unterscheidung, über wen seine kräfte hereinbrechen können, nicht ohne eine sensibilität für gerechtigkeit. ja, er ist chaotisch, anarchistisch - aber nicht rücksichtslos. er ist - oder empfindet sich als - rebell, nicht psychopath. so hat es seine berechtigung, dass der film nicht viel von hintergründen oder motiven erzählt, sondern seine perspektive in das auge des sturms setzt. da toben klassik und pop, vaudeville und kunsttherapie, stil und vulgarität um den zuschauer, dass ihm die ohren rauschen und die augen zucken. und am ende bleibt das gefühl, vom tornado nach oz und zurück getragen worden zu sein.
the disappeared war die zweite grusel-enttäuschung des festivals. auch hier geht es um gesiteraufnahmen, in diesem fall EVPs, und auch hier geht es um schuldgefühle beim verlust eines familienmitglieds. in diesem fall vor dem hintergrund des wirtschaftlich darniederliegenden england; jede menge heruntergekommene plattenbau-bilder in grauem englischen wetter, und dann aber doch eine quasi viktorianische gespenstergeschichte. wieder nicht so richtig gegruselt, und am schluss sogar ein bisschen geärgert.
orphan hatte im gegensatz zu manch anderem film bei mir nicht mit sehr hohen erwartungen zu kämpfen. halt einer dieser modernen amerikanischen hollywood-thriller; wenn die drehbuchautoren halbwegs ihr handwerk verstehen und die schauspieler gut anzusehen sind, hat der film schon eine 50:50-chance, als "gut" bei mir durchzugehen. natürlich darf der twist nicht fehlen... aber das ist ja nun mal das prinzip dieser rätsel-thriller, und in diesem fall fand ich die auflösung ziemlich cool. kann man sich also anschauen.
vertige machte nicht ganz so viel aus seiner prämisse wie ich mir erhofft hatte... zwar gibt es in der ersten halben stunde schon reichlich höhenangst-induzierende aufnahmen, doch wenn es dann an den backwood-slasher-teil geht, spielt sich alles leider auf einer bewaldeten hochebene ab - wo man so schön an klüften und abhängen, schaukelnden brücken und knarrenden drahtseilen verzweifeln könnte, während einem degenerierte jugoslawische bergbewohner ans leder wollen. der film macht das, was er dann macht, recht anständig, aber eben auch nur mal wieder das gleiche.
in 3 tagen bist du tot 2 versucht dagegen gar nichts anderes zu sein. die österreichische berglandschaft, spärlich besiedelt und generell von der welt isoliert, bietet offenbar nährboden für misstrauen, ablehnung und rohe gewalt. ein bisschen paranoia und archaische sippenbündnisse dazu, schon ha'm wir den salat. aber spannend und drastisch, ganz gelungen.
the killing room war richtig doof, um nicht zu sagen scheiße. so eine vorhersagbare, paranoide und uninspiriert erzählte story, die es nicht schafft, sogar bei einem aktuellen, heiklen thema die richtigen fragen zu stellen, so, dass man sich zum nach- oder überdenken angeregt fühlt... aber vielleicht lag es auch an den genuschelten dialogen, von denen ich nur ein drittel verstanden habe. mit untertiteln hätte ich den film möglicherweise faszinierend und anregend gefunden. vielleicht auch nicht.
the house of the devil dürfte den puristen unter den horrofilmfans ein fest sein. meine kinomitgänger jedenfalls waren begeistert; mir hat der film auch gefallen, unter die top 5 des festivals kommt er sicher. sehr old school, von der kameraführung (zooming in!) bis zur ausstattung hin zur geschichte, authentisch, ohne schnick-schnack, geradlinig und stilistisch sauber. schwer zu glauben, dass ein solcher film heute noch gemacht werden kann; ebenso, dass der regisseur derselbe ist wie der von cabin fever 2... wenn da das studio nicht gewesen wäre, was hätte das für ein film werden können!
oss 117 - lost in rio beendete das festival auf einer leichten note. während der erste teil oss 177 - cairo, nest of spies auf dem festival vor 2 jahren von mir irrtümlicherweise gemieden wurde - den fehler habe ich später korrgiert - war der zweite teil diesmal nicht nur als abschlussfilm ein muss. und wenn die hyäne auf lachgas, die in der reihe hinter mir saß, nicht gewesen wäre, hätte ich sicher noch mehr spaß an dem film gehabt. sagen wir so: über viele gags konnte ich nicht lachen, weil der kerl hinter mir sich bei jedem umschnitt oder ins bild gerückten accessoire in krämpfen schüttelte.
jedenfalls nimmt der film mit großer zielsicherheit nicht nur (französischen) chauvinismus und nazi-klischees auf's korn, sondern auch das hochgehaltene ideal, dass ganz frankreich in der besatzungszeit zur résistance gehörte. man muss vielleicht die französische geisteshaltung ein wenig kennen, um diese spitzen goutieren zu können - aber dann ist es ein humoristischer hochgenuss, mal - ich sage es so: als deutsche - auch über die rassismen und geschichtsverleugnung unserer hehren nachbarn zu lachen. wenn sie die witze doch selber machen...! um die empörung wieder abzuwiegeln: in deutschland könnte ein solcher film wohl nicht entstehen.
ich müsste cairo und rio direkt nacheinander sehen, um einen qualitativen vergleich anzustellen; für sich allein fand ich rio jetzt sehr gut! und jean dujardin hat für immer einen stein bei mir im brett.
das war's in diesem jahr mit dem FFF-rückblick. nächstes jahr... na mal sehen, wie das geht mit dem neuen familienmitglied.
the tournament ist einer von den fällen, wo ich mir hinterher dämlich vorkam, weil ich nicht wie alle anderen das gefühl hatte, von vornherein zu wissen, wie's ausgeht... ich habe zwar schon so manches vorausgeahnt, aber vielleicht habe ich auch einfach mehr phantasie als andere und eventuell auch als die drehbuchschreiber - für mich war das alles durchaus nicht so unausweichlich. jedenfalls aber fand ich den film nicht so doof wie ich befürchtet hatte, und auch nicht so angestrengt cool, wie der ankündigungstext vermuten ließ. ich hatte ungezwungen spaß.
in the electric mist zählt definitiv zu den favoriten des festivals. nicht nur mag ich tommy lee jones, mary steenburgen und peter skarsgard, die südstaaten und private-eye-plots, von gespenstergeschichten ganz zu schweigen. ich mag es, wenn die dinge so leicht und scheinbar unverbunden dahinplätschern und am schluss ein großes ganzes ergeben. leider wird der film so, wie wir ihn jetzt gesehen haben, wohl nicht in den kinos laufen. schade: genauso war er toll.
just walking solo quiero caminar war noch so ein frauenfilm, den ich mir zielsicher herausgesucht habe. die spanisch/mexikanische vorstellung von starken frauen deckt sich nicht 100% mit meiner, aber dennoch haben die damen, die hier dem patriachalischen organisierten verbrechen die stirn bieten, unbestreitbar cojones. nebenbei hat man es mit einer cineastischen heist-geschichte zu tun, was auch spaß macht, dazu liebe, sex, verantwortung, hass, verachtung, kurz: jede menge gefühl. und ein *hach* tragisches ende... alles in allem nicht nur nicht ärgerlich, sondern richtig berauschend (somit auf der runners-up-liste für die besten filme des festivals).
loft war nicht ganz so smart, wie er gerne gewesen wäre. ein bisschen zu einfach gezeichnete charaktere, dafür elaboriert erzählte zeitsprünge hin und zurück, aber irgendwie nichts besonderes.
bronson: DER beste film des festivals, für mich. ein mann wie eine naturgewalt, nackt und roh, aber keineswegs so gefühllos; durchaus auch nicht ohne maßstab zur unterscheidung, über wen seine kräfte hereinbrechen können, nicht ohne eine sensibilität für gerechtigkeit. ja, er ist chaotisch, anarchistisch - aber nicht rücksichtslos. er ist - oder empfindet sich als - rebell, nicht psychopath. so hat es seine berechtigung, dass der film nicht viel von hintergründen oder motiven erzählt, sondern seine perspektive in das auge des sturms setzt. da toben klassik und pop, vaudeville und kunsttherapie, stil und vulgarität um den zuschauer, dass ihm die ohren rauschen und die augen zucken. und am ende bleibt das gefühl, vom tornado nach oz und zurück getragen worden zu sein.
the disappeared war die zweite grusel-enttäuschung des festivals. auch hier geht es um gesiteraufnahmen, in diesem fall EVPs, und auch hier geht es um schuldgefühle beim verlust eines familienmitglieds. in diesem fall vor dem hintergrund des wirtschaftlich darniederliegenden england; jede menge heruntergekommene plattenbau-bilder in grauem englischen wetter, und dann aber doch eine quasi viktorianische gespenstergeschichte. wieder nicht so richtig gegruselt, und am schluss sogar ein bisschen geärgert.
orphan hatte im gegensatz zu manch anderem film bei mir nicht mit sehr hohen erwartungen zu kämpfen. halt einer dieser modernen amerikanischen hollywood-thriller; wenn die drehbuchautoren halbwegs ihr handwerk verstehen und die schauspieler gut anzusehen sind, hat der film schon eine 50:50-chance, als "gut" bei mir durchzugehen. natürlich darf der twist nicht fehlen... aber das ist ja nun mal das prinzip dieser rätsel-thriller, und in diesem fall fand ich die auflösung ziemlich cool. kann man sich also anschauen.
vertige machte nicht ganz so viel aus seiner prämisse wie ich mir erhofft hatte... zwar gibt es in der ersten halben stunde schon reichlich höhenangst-induzierende aufnahmen, doch wenn es dann an den backwood-slasher-teil geht, spielt sich alles leider auf einer bewaldeten hochebene ab - wo man so schön an klüften und abhängen, schaukelnden brücken und knarrenden drahtseilen verzweifeln könnte, während einem degenerierte jugoslawische bergbewohner ans leder wollen. der film macht das, was er dann macht, recht anständig, aber eben auch nur mal wieder das gleiche.
in 3 tagen bist du tot 2 versucht dagegen gar nichts anderes zu sein. die österreichische berglandschaft, spärlich besiedelt und generell von der welt isoliert, bietet offenbar nährboden für misstrauen, ablehnung und rohe gewalt. ein bisschen paranoia und archaische sippenbündnisse dazu, schon ha'm wir den salat. aber spannend und drastisch, ganz gelungen.
the killing room war richtig doof, um nicht zu sagen scheiße. so eine vorhersagbare, paranoide und uninspiriert erzählte story, die es nicht schafft, sogar bei einem aktuellen, heiklen thema die richtigen fragen zu stellen, so, dass man sich zum nach- oder überdenken angeregt fühlt... aber vielleicht lag es auch an den genuschelten dialogen, von denen ich nur ein drittel verstanden habe. mit untertiteln hätte ich den film möglicherweise faszinierend und anregend gefunden. vielleicht auch nicht.
the house of the devil dürfte den puristen unter den horrofilmfans ein fest sein. meine kinomitgänger jedenfalls waren begeistert; mir hat der film auch gefallen, unter die top 5 des festivals kommt er sicher. sehr old school, von der kameraführung (zooming in!) bis zur ausstattung hin zur geschichte, authentisch, ohne schnick-schnack, geradlinig und stilistisch sauber. schwer zu glauben, dass ein solcher film heute noch gemacht werden kann; ebenso, dass der regisseur derselbe ist wie der von cabin fever 2... wenn da das studio nicht gewesen wäre, was hätte das für ein film werden können!
oss 117 - lost in rio beendete das festival auf einer leichten note. während der erste teil oss 177 - cairo, nest of spies auf dem festival vor 2 jahren von mir irrtümlicherweise gemieden wurde - den fehler habe ich später korrgiert - war der zweite teil diesmal nicht nur als abschlussfilm ein muss. und wenn die hyäne auf lachgas, die in der reihe hinter mir saß, nicht gewesen wäre, hätte ich sicher noch mehr spaß an dem film gehabt. sagen wir so: über viele gags konnte ich nicht lachen, weil der kerl hinter mir sich bei jedem umschnitt oder ins bild gerückten accessoire in krämpfen schüttelte.
jedenfalls nimmt der film mit großer zielsicherheit nicht nur (französischen) chauvinismus und nazi-klischees auf's korn, sondern auch das hochgehaltene ideal, dass ganz frankreich in der besatzungszeit zur résistance gehörte. man muss vielleicht die französische geisteshaltung ein wenig kennen, um diese spitzen goutieren zu können - aber dann ist es ein humoristischer hochgenuss, mal - ich sage es so: als deutsche - auch über die rassismen und geschichtsverleugnung unserer hehren nachbarn zu lachen. wenn sie die witze doch selber machen...! um die empörung wieder abzuwiegeln: in deutschland könnte ein solcher film wohl nicht entstehen.
ich müsste cairo und rio direkt nacheinander sehen, um einen qualitativen vergleich anzustellen; für sich allein fand ich rio jetzt sehr gut! und jean dujardin hat für immer einen stein bei mir im brett.
das war's in diesem jahr mit dem FFF-rückblick. nächstes jahr... na mal sehen, wie das geht mit dem neuen familienmitglied.
Labels: film
Montag, September 07, 2009
jetzt brauch' ich urlaub I
es sind ja schon wieder einige tage ins land gegangen und bis zur fertigstellung dieses eintrags werden es noch mehr geworden sein... wie immer oder jedenfalls immer öfter muss ich mich selbst zum rückblick und wortergreifen zwingen, aber hier folgen nun meine eindrücke - kurz oder lang - der gesehenen filme auf dem FFF köln. wenn vorhanden, mit einem link versehen zu den podcasts bei F.LM z.t. aus berlin, z.t. aus köln mit unter anderen meiner wenigkeit.
carriers war eine gute wahl als auftakt-film: ruhig, bedrückend, schön fotografiert, ohne hoffnung. ich hätte ohne den monolog am ende leben können, ansonsten in seiner episodenhaften erzählung und kompromisslosigkeit ein vielversprechender anfang der sitzfolter.
cabin fever 2 - spring fever ist was für ekel-fans. obwohl der regisseur ti west wohl selbst nicht zufrieden ist mit dem ergebnis, das das studio abgeliefert hat (mehr details unter house of the devil), recht amüsant, wenn man auch merkt, dass da irgendwas mit dem erzähfluss nicht hinhaut. den hauptdarsteller noah segan kenne ich aus deadgirl - ein guter typ. aber warum wird er immer als nerd besetzt, der kein mädchen abkriegt?! kann ich ihm irgendwie nicht glauben...
tell tale war eine positive überraschung. melancholische bilder und eine fatalistische grundstimmung - ein mann mit implantiertem herz, mit der an einem genetischen defekt leidenden tochter von der frau und mutter allein gelassen, wird vom spenderorgan gezwungen, den tod seines spenders aufzuklären. der krimi mit spukgeschichteneinfluss geht dann zum schluss noch mal mit einem satz ordentlich in die vollen.
case 39 war dagegen dann doch noch döfer (dööfer? doofer?) als zuvor erwartet. obwohl ich renée zellweger eigentlich gern mag, ging sie mir in ihrem horror-debut tierisch auf den senkel - sie sollte rollen vermeiden, in denen sie viel laut sprechen muss. mit teuflischem kindern habe ich gemeinhin sehr viel spaß, aber regan macneil spielt sie immer noch alle an die wand. ein paar schöne szenen, leider zum schluss dann doch CGI und die große frage: lässt sich ein dämon der katholischen kirche nicht besser mit weihwasser und gebeten bekämpfen als im hafen im auto ersäufen?!
a film with me in it war einfach nicht so lustig wie alle behauptet haben. die prämisse, dass um den protagonisten herum einfach ganz viele dumme unglücksfälle eintreffen, wird dadurch nicht witziger, dass er sich partout nicht dazu durchringen kann, jemand anderen als seinen alkoholkranken autorenfreund um hilfe zu bitten. der zufall ist nicht unbedingt das witzigste auf dieser welt.
the children fand ich sehr gut, was man dem podcast auch entnehmen kann... der übergang der kinder vom normalen wahnsinn zur bedrohlichen manie, die charakterisierung der erwachsenen und der beziehungen untereinander, die eskalation der situation, alles sehr schön. zugegebenermaßen sind die letzten bilder ein bisschen holzhammermäßig, aber das schmälert die qualität des films nicht sehr.
pontypool war für mich einer der besten film des festivals. nicht nur, dass ich die kammerspielartige inszenierung grandios fand, die prämisse, dass eine art der apokalypse nur über auditive information verfolgt werden kann - selbstverständlich auch die idee, dass eine tollwutartige krankheit sich über sprache, und zwar noch spezieller über das verstehen/inhaltlich begreifen bestimmter worte überträgt, für mich hobby-linguistin, really my cup of tea. dazu ein hauptdarsteller whom i definetely would und die gänsehauterregende, eindringlichst erzählte splatterszene ergibt eben einen der besten filme des festivals.
lake mungo hat mich leider enttäuscht, wobei das selbstverständlich mehr an meiner erwartungshaltung lag als an der qualität oder eigenart des films lag. ich bin eine große freundin von geisterfotografie und -filmaufnahmen und hatte mich sehr auf einen mit spezialeffekten zurückhaltenden "echten" geisterfilm gefreut. tatsächlich ist lake mungo ein familiendrama über den umgang mit trauer, mit dem unerwarteten verlust eines geliebten menschen. allerdings auch mit "richtigen" paranormalen elementen, die aber erst spät und dann für mein empfinden unvermittelt zum einsatz kommen... ach, hört euch den podcast an.
trick'r treat ist ein sehr netter, runder halloween-party-film, genau das richtige für einen abend in kleiner runde vor oder nach dem kostümfest (wahlweise auch ohne das fest...). drei bis vier miteinander verwobene episoden ganz in der tradition der guten alten spukgeschichten-comichefte, die ich so geliebt habe, lassen echte freude aufkommen.
hansel&gretel fängt so gut an, geht auch gut weiter, und verfängt sich leider zum schluss in viel zu langen, pathos-überladenen erklärungsszenen, die dann trotzdem manche frage offen lassen. leider nicht die, die nach einem film noch spannend mit den freunden zu erörtern sind (sprich: die philosophischen), sondern die der logik und der zusammenhänge. wenn wir schon alles wissen müssen, dann aber bitte auch wirklich alles. dabei bietet der film optisch so viel schönes! wenn das nicht todsünde wäre, würde ich empfehlen: die ersten 90min. kucken und dann einfach ausschalten.
shinjuku incident san suk si gin ist der aktuelle jackie-chan-film. wer jetzt aufstöhnt, unterschätzt den agilen asiatischen alten mann (ja, ich würde meine mutter verkaufen für eine gute alliteration). shinjuku incident ist die geschichte eines chinesischen einwanderers in japan, der auf der suche nach seiner verlobten in die kreise des organisierten verbrechens gerät und mit seinem aufstieg in dieser welt versucht, seine prinzipien nicht zu verraten. ein bewegender, erhellender, trauriger film, und jackie chan hat mal wieder allen respekt verdient.
largo winch ist ganz okay. mehr kann ich dazu wirklich nicht sagen. schöne menschen an schönen orten in einer finanz-spionage-wirtschafts-intrigen-geschichte mit ein bisschen sex&violence. hübsch.
van diemen's land habe ich dann doch statt moon geschaut, weil das kino schon übervoll war. dieser australische film wartet mit den majestätischen landschaftsbildern auf, die wir vom anderen ende der welt kennen und lieben, und dem grauen des verlorens-seins in einer menschenfeindlichen natur. der legendäre alexander pearce ist hier kein amoklaufendes monstrum, sondern schlicht der mann mit der erfolreichsten überlebensstrategie: flexibel sein bis zum selbstverrat.
blood brothers bloedbroeders war der niederländische beitrag bei diesem festival, den ich mir natürlich ansehen musste. und ich wurde wieder nicht enttäuscht: die filme, die aus dem kleinen nachbarland herüberkommen, sind immer ansehnliche, eigenständige und kulturell eingebundene kleinode, wie sie mir im deutschen kino fehlen. basierend auf einer wahren kriminalgeschichte der 1960er erzählt der film unverkrampft von gruppenzwang, außenseitertum und dem verlust der menschlichkeit.
i sell the dead hab eich ehrlich gesagt gar nicht ganz gesehen. sah nach einem sehr kleinen filchen aus - trotz der namen in den credits - vielleicht mal für einen anspruchslosen abend ganz witzig. wurde aber von bluray projeziert, das nahm der vorführung gänzlich ihren reiz.
polytechnique hat mich auch wegen meiner "anderen umstände" sehr erschüttert. ein sexistisch motivierter amoklauf, zwei überlebende, zwei biografien, die durch den amoklauf verzerrt werden. das thema ist die aggression zwischen den geschlechtern und wie damit umgegangen wird; keiner der drei "protagonisten" kann in der welt, die sie in die kategorien männlich/weiblich einteilt, glücklich werden.
erzählerisch vielseitig - mal nah an einer der drei hauptpersonen, mal ganz distanziert den gesamten raum des geschehens zeigend, einfühlsam, ohne urteil und doch moralisch, ist dies mehr als die pseudo-dokumentation eines tatsächlichen amoklaufs. der film erzählt sehr viel über die welt, in der wir zumindest in ansätzen immer noch leben; nach dem abspann musste ich noch eine weile im kinosessel sitzen bleiben mit dem schmerz, eine tochter in eine welt zu bringen, in der ich weiß, dass sie leiden wird.
descent II ist das gegenteil von polytechnique, in vielerlei hinsicht. schon der erste teil stellte ja die moderne frau in den mittelpunkt seiner klaustrophobischen schnitzeljagd; jetzt gehen wir ganz gleichberechtigt mit männlein und weiblein zurück ins innere der erde und treffen dort neben den bekannten kannibalischen maulwürfen auf die stärksten exemplare unserer spezies. stärke heißt in dieser finsternis auch: rücksichtslosigkeit. und ja: frauen trennen sich leichter von männern als umgekehrt, das ist die andere seite der medaille des schwachen geschlechts - schwäche hat keine moralische verflichtung zu mitleid und kein schlechtes gewissen.
achso, als film: spaßig. der twist bleibt nicht aus, weiß nicht, ob man den wirklich braucht.
the final destination 3d war amüsant, erstaunlich wenig qualitätsverlust seit dem dritten teil. allerdings muss ich sagen: wenn ich das nächste mal im 3d-kino nur ganz vorne sitzen kann und/oder ganz außen, dann lasse ich's lieber bleiben.
ansonsten macht der film es aber sehr ordentlich, das gimmick auszureizen. mit falschen fährten und endlich einer existentiellen erkenntnis, auf die ich schon seit vier teilen warte, hatte ich wieder viel spaß mit dem rachsüchtigen gevatter.
soweit teil I meiner eindrücke... damit habt ihr ja jetzt erstmal genug zu lesen...
carriers war eine gute wahl als auftakt-film: ruhig, bedrückend, schön fotografiert, ohne hoffnung. ich hätte ohne den monolog am ende leben können, ansonsten in seiner episodenhaften erzählung und kompromisslosigkeit ein vielversprechender anfang der sitzfolter.
cabin fever 2 - spring fever ist was für ekel-fans. obwohl der regisseur ti west wohl selbst nicht zufrieden ist mit dem ergebnis, das das studio abgeliefert hat (mehr details unter house of the devil), recht amüsant, wenn man auch merkt, dass da irgendwas mit dem erzähfluss nicht hinhaut. den hauptdarsteller noah segan kenne ich aus deadgirl - ein guter typ. aber warum wird er immer als nerd besetzt, der kein mädchen abkriegt?! kann ich ihm irgendwie nicht glauben...
tell tale war eine positive überraschung. melancholische bilder und eine fatalistische grundstimmung - ein mann mit implantiertem herz, mit der an einem genetischen defekt leidenden tochter von der frau und mutter allein gelassen, wird vom spenderorgan gezwungen, den tod seines spenders aufzuklären. der krimi mit spukgeschichteneinfluss geht dann zum schluss noch mal mit einem satz ordentlich in die vollen.
case 39 war dagegen dann doch noch döfer (dööfer? doofer?) als zuvor erwartet. obwohl ich renée zellweger eigentlich gern mag, ging sie mir in ihrem horror-debut tierisch auf den senkel - sie sollte rollen vermeiden, in denen sie viel laut sprechen muss. mit teuflischem kindern habe ich gemeinhin sehr viel spaß, aber regan macneil spielt sie immer noch alle an die wand. ein paar schöne szenen, leider zum schluss dann doch CGI und die große frage: lässt sich ein dämon der katholischen kirche nicht besser mit weihwasser und gebeten bekämpfen als im hafen im auto ersäufen?!
a film with me in it war einfach nicht so lustig wie alle behauptet haben. die prämisse, dass um den protagonisten herum einfach ganz viele dumme unglücksfälle eintreffen, wird dadurch nicht witziger, dass er sich partout nicht dazu durchringen kann, jemand anderen als seinen alkoholkranken autorenfreund um hilfe zu bitten. der zufall ist nicht unbedingt das witzigste auf dieser welt.
the children fand ich sehr gut, was man dem podcast auch entnehmen kann... der übergang der kinder vom normalen wahnsinn zur bedrohlichen manie, die charakterisierung der erwachsenen und der beziehungen untereinander, die eskalation der situation, alles sehr schön. zugegebenermaßen sind die letzten bilder ein bisschen holzhammermäßig, aber das schmälert die qualität des films nicht sehr.
pontypool war für mich einer der besten film des festivals. nicht nur, dass ich die kammerspielartige inszenierung grandios fand, die prämisse, dass eine art der apokalypse nur über auditive information verfolgt werden kann - selbstverständlich auch die idee, dass eine tollwutartige krankheit sich über sprache, und zwar noch spezieller über das verstehen/inhaltlich begreifen bestimmter worte überträgt, für mich hobby-linguistin, really my cup of tea. dazu ein hauptdarsteller whom i definetely would und die gänsehauterregende, eindringlichst erzählte splatterszene ergibt eben einen der besten filme des festivals.
lake mungo hat mich leider enttäuscht, wobei das selbstverständlich mehr an meiner erwartungshaltung lag als an der qualität oder eigenart des films lag. ich bin eine große freundin von geisterfotografie und -filmaufnahmen und hatte mich sehr auf einen mit spezialeffekten zurückhaltenden "echten" geisterfilm gefreut. tatsächlich ist lake mungo ein familiendrama über den umgang mit trauer, mit dem unerwarteten verlust eines geliebten menschen. allerdings auch mit "richtigen" paranormalen elementen, die aber erst spät und dann für mein empfinden unvermittelt zum einsatz kommen... ach, hört euch den podcast an.
trick'r treat ist ein sehr netter, runder halloween-party-film, genau das richtige für einen abend in kleiner runde vor oder nach dem kostümfest (wahlweise auch ohne das fest...). drei bis vier miteinander verwobene episoden ganz in der tradition der guten alten spukgeschichten-comichefte, die ich so geliebt habe, lassen echte freude aufkommen.
hansel&gretel fängt so gut an, geht auch gut weiter, und verfängt sich leider zum schluss in viel zu langen, pathos-überladenen erklärungsszenen, die dann trotzdem manche frage offen lassen. leider nicht die, die nach einem film noch spannend mit den freunden zu erörtern sind (sprich: die philosophischen), sondern die der logik und der zusammenhänge. wenn wir schon alles wissen müssen, dann aber bitte auch wirklich alles. dabei bietet der film optisch so viel schönes! wenn das nicht todsünde wäre, würde ich empfehlen: die ersten 90min. kucken und dann einfach ausschalten.
shinjuku incident san suk si gin ist der aktuelle jackie-chan-film. wer jetzt aufstöhnt, unterschätzt den agilen asiatischen alten mann (ja, ich würde meine mutter verkaufen für eine gute alliteration). shinjuku incident ist die geschichte eines chinesischen einwanderers in japan, der auf der suche nach seiner verlobten in die kreise des organisierten verbrechens gerät und mit seinem aufstieg in dieser welt versucht, seine prinzipien nicht zu verraten. ein bewegender, erhellender, trauriger film, und jackie chan hat mal wieder allen respekt verdient.
largo winch ist ganz okay. mehr kann ich dazu wirklich nicht sagen. schöne menschen an schönen orten in einer finanz-spionage-wirtschafts-intrigen-geschichte mit ein bisschen sex&violence. hübsch.
van diemen's land habe ich dann doch statt moon geschaut, weil das kino schon übervoll war. dieser australische film wartet mit den majestätischen landschaftsbildern auf, die wir vom anderen ende der welt kennen und lieben, und dem grauen des verlorens-seins in einer menschenfeindlichen natur. der legendäre alexander pearce ist hier kein amoklaufendes monstrum, sondern schlicht der mann mit der erfolreichsten überlebensstrategie: flexibel sein bis zum selbstverrat.
blood brothers bloedbroeders war der niederländische beitrag bei diesem festival, den ich mir natürlich ansehen musste. und ich wurde wieder nicht enttäuscht: die filme, die aus dem kleinen nachbarland herüberkommen, sind immer ansehnliche, eigenständige und kulturell eingebundene kleinode, wie sie mir im deutschen kino fehlen. basierend auf einer wahren kriminalgeschichte der 1960er erzählt der film unverkrampft von gruppenzwang, außenseitertum und dem verlust der menschlichkeit.
i sell the dead hab eich ehrlich gesagt gar nicht ganz gesehen. sah nach einem sehr kleinen filchen aus - trotz der namen in den credits - vielleicht mal für einen anspruchslosen abend ganz witzig. wurde aber von bluray projeziert, das nahm der vorführung gänzlich ihren reiz.
polytechnique hat mich auch wegen meiner "anderen umstände" sehr erschüttert. ein sexistisch motivierter amoklauf, zwei überlebende, zwei biografien, die durch den amoklauf verzerrt werden. das thema ist die aggression zwischen den geschlechtern und wie damit umgegangen wird; keiner der drei "protagonisten" kann in der welt, die sie in die kategorien männlich/weiblich einteilt, glücklich werden.
erzählerisch vielseitig - mal nah an einer der drei hauptpersonen, mal ganz distanziert den gesamten raum des geschehens zeigend, einfühlsam, ohne urteil und doch moralisch, ist dies mehr als die pseudo-dokumentation eines tatsächlichen amoklaufs. der film erzählt sehr viel über die welt, in der wir zumindest in ansätzen immer noch leben; nach dem abspann musste ich noch eine weile im kinosessel sitzen bleiben mit dem schmerz, eine tochter in eine welt zu bringen, in der ich weiß, dass sie leiden wird.
descent II ist das gegenteil von polytechnique, in vielerlei hinsicht. schon der erste teil stellte ja die moderne frau in den mittelpunkt seiner klaustrophobischen schnitzeljagd; jetzt gehen wir ganz gleichberechtigt mit männlein und weiblein zurück ins innere der erde und treffen dort neben den bekannten kannibalischen maulwürfen auf die stärksten exemplare unserer spezies. stärke heißt in dieser finsternis auch: rücksichtslosigkeit. und ja: frauen trennen sich leichter von männern als umgekehrt, das ist die andere seite der medaille des schwachen geschlechts - schwäche hat keine moralische verflichtung zu mitleid und kein schlechtes gewissen.
achso, als film: spaßig. der twist bleibt nicht aus, weiß nicht, ob man den wirklich braucht.
the final destination 3d war amüsant, erstaunlich wenig qualitätsverlust seit dem dritten teil. allerdings muss ich sagen: wenn ich das nächste mal im 3d-kino nur ganz vorne sitzen kann und/oder ganz außen, dann lasse ich's lieber bleiben.
ansonsten macht der film es aber sehr ordentlich, das gimmick auszureizen. mit falschen fährten und endlich einer existentiellen erkenntnis, auf die ich schon seit vier teilen warte, hatte ich wieder viel spaß mit dem rachsüchtigen gevatter.
soweit teil I meiner eindrücke... damit habt ihr ja jetzt erstmal genug zu lesen...
Labels: film
Freitag, August 14, 2009
der countdown läuft
nicht nur die monate schmelzen dahin und sammeln sich in form von mutterfleisch um meine mitte. auch ist in 12 tagen beginn des FFF in köln und natürlich habe ich mir schon lange vorher gedanken gemacht, welche filme ich wohl sehen werde... hier die vorläufige liste:
mittwoch 26. august:
20:00 carriers
22:30 cabin fever II
donnerstag 27. august:
15:00 tell tale
17:00 coffin rock
19:15 case 39
21:15 a film with me in it (oder mutants...)
23:30 the children
freitag 28. august:
15:00 pontypool
17:00 lake mungo
19:15 deliver us from evil fri os fra det onde (oder trick'r treat)
21:15 district 9
samstag 29. august:
14:30 shinjuku incident san suk si gin (oder vielleicht auch nicht...)
17:00 largo winch
18:45 thirst bakjwi
21:15 moon
23:30 the sniper sun cheung sau (aber auch nur, weil ich nicht alleine nach hause komme)
sonntag 30. august:
13:00 blood brothers bloodbroeders
15:00 i sell the dead
17:00 polytechnique
19:00 sneak preview
22:00 final destination 3D
23:30 dread
montag 31. august:
15:00 vampyrer (oder auch nicht)
17:00 the tournament
19:00 in the electric mist
21:15/21:30 blood: the last vampire oder just walking solo quiero caminar
23:30 loft
dienstag 1. september:
15:15 bronson
17:00 the disappeared
19:15 orphan
21:45 vertige
23:45 macabre oder k-20: legend of the mask k-20: kaijin niju menso den (oder gar nix)
mittwoch 2. september:
15:00 duress
17:00 the killing room
19:15 the house of the devil
21:30 oss 117 - lost in rio oss 117 - rio ne répond plus
es wird wieder ein fest.
mittwoch 26. august:
20:00 carriers
22:30 cabin fever II
donnerstag 27. august:
15:00 tell tale
17:00 coffin rock
19:15 case 39
21:15 a film with me in it (oder mutants...)
23:30 the children
freitag 28. august:
15:00 pontypool
17:00 lake mungo
19:15 deliver us from evil fri os fra det onde (oder trick'r treat)
21:15 district 9
samstag 29. august:
14:30 shinjuku incident san suk si gin (oder vielleicht auch nicht...)
17:00 largo winch
18:45 thirst bakjwi
21:15 moon
23:30 the sniper sun cheung sau (aber auch nur, weil ich nicht alleine nach hause komme)
sonntag 30. august:
13:00 blood brothers bloodbroeders
15:00 i sell the dead
17:00 polytechnique
19:00 sneak preview
22:00 final destination 3D
23:30 dread
montag 31. august:
15:00 vampyrer (oder auch nicht)
17:00 the tournament
19:00 in the electric mist
21:15/21:30 blood: the last vampire oder just walking solo quiero caminar
23:30 loft
dienstag 1. september:
15:15 bronson
17:00 the disappeared
19:15 orphan
21:45 vertige
23:45 macabre oder k-20: legend of the mask k-20: kaijin niju menso den (oder gar nix)
mittwoch 2. september:
15:00 duress
17:00 the killing room
19:15 the house of the devil
21:30 oss 117 - lost in rio oss 117 - rio ne répond plus
es wird wieder ein fest.
Mittwoch, Juli 29, 2009
die deutsche mutter und ihr erstes kind
(Frau Dr. Johanna Haarer, J.F. Lehmanns Verlag, München/Berlin 1934)
"kapitel I: die erste hälfte der schwangerschaft.
die natürlichen voraussetzungen.
für keine zweite aufgabe ist körper und seele der frau von der natur besser ausgerüstet und vollkommener ausgestattet als für schwangerschaft, geburt und ernährung des kindes. wohl haben uns die schweren kriegs- und nachkriegsjahre gezeigt, daß frauen unter dem druck der not und dem zwang vielfach widernatürlicher verhältnisse arbeiten auch leisten können, die früher nur männer anvertraut wurden. ein riesiger und unfreiwilliger massenversuch hat bewiesen, was alles frauen zu ertragen und zu schaffen vermögen, und daß die weibliche leistungsfähigkeit weit über das hinausgeht, was frühere geschlechterfolgen für angemessen hielten. ein idealzustand war dies aber nicht. er hatte zur folge, daß ein großer teil der frauenwelt - oft gerade der tüchtigste und leistungfähigste - sich seinem wahren und natürlichen aufgabenkreis entfremdete und vermännlicht wurde.
das neue deutschland bemüht sich, die frau wieder von übergroßen und für sie unnatürlichen anforderungen zu befreien. durch eine familienfreundliche gesetzgebung will es sie schützen vor wirtschaftlicher not, und und es kämpft an gegen die falsche "emanzipation", wie sie in der jüngst vergangenen zeit gepflegt wurde. das neue reich will die frau wieder hinführen zur erreichung jenes zieles, für das die natur ihr gesamtes wesen, körper und seele, mit unerhörter feinheit und unbedingter vollkommenheit ausgestattet hat und dessen erfüllung allein ihrem leben den rechten sinn und die wahre befriedigung bringt: die mutterschaft und die aufzucht ihrer kinder.
dafür ist die frau da. und aus dieser erkenntnis ihrs lebenszweckes geht klar und eindeutig die folgerung hervor, daß schwangerschaft, geburt und ernährung des kindes durchaus natürliche, normale und erträgliche vorgänge sind.
die junge frau, die sich diese einfache wahrheit fest einprägt und stets vor augen hält, ist von vorneherein besser gerüstet für alle anforderungen, die schwangerschaft, geburt, ernährung und pflege des kindes an sie stellen als eine andere, die ängstlich und zaghaft auf beschwerden, schmerzen und krankheitszeichen wartet.
zuversicht und mut, freude auf das kind und bejahung aller aufgaben, die sein werden und seine aufzucht an die frau stellen, sind die bestenhilfsmittel zur erzielung einer beschwerdelosen schwangerschaft, ener normalen entbindung, eines guten wochenbettes und ausreichender stillfähigkeit."
schon meine oma, von der mir das buch durch meine mutter weitergereicht wurde, war skeptisch, glaube ich.
"kapitel I: die erste hälfte der schwangerschaft.
die natürlichen voraussetzungen.
für keine zweite aufgabe ist körper und seele der frau von der natur besser ausgerüstet und vollkommener ausgestattet als für schwangerschaft, geburt und ernährung des kindes. wohl haben uns die schweren kriegs- und nachkriegsjahre gezeigt, daß frauen unter dem druck der not und dem zwang vielfach widernatürlicher verhältnisse arbeiten auch leisten können, die früher nur männer anvertraut wurden. ein riesiger und unfreiwilliger massenversuch hat bewiesen, was alles frauen zu ertragen und zu schaffen vermögen, und daß die weibliche leistungsfähigkeit weit über das hinausgeht, was frühere geschlechterfolgen für angemessen hielten. ein idealzustand war dies aber nicht. er hatte zur folge, daß ein großer teil der frauenwelt - oft gerade der tüchtigste und leistungfähigste - sich seinem wahren und natürlichen aufgabenkreis entfremdete und vermännlicht wurde.
das neue deutschland bemüht sich, die frau wieder von übergroßen und für sie unnatürlichen anforderungen zu befreien. durch eine familienfreundliche gesetzgebung will es sie schützen vor wirtschaftlicher not, und und es kämpft an gegen die falsche "emanzipation", wie sie in der jüngst vergangenen zeit gepflegt wurde. das neue reich will die frau wieder hinführen zur erreichung jenes zieles, für das die natur ihr gesamtes wesen, körper und seele, mit unerhörter feinheit und unbedingter vollkommenheit ausgestattet hat und dessen erfüllung allein ihrem leben den rechten sinn und die wahre befriedigung bringt: die mutterschaft und die aufzucht ihrer kinder.
dafür ist die frau da. und aus dieser erkenntnis ihrs lebenszweckes geht klar und eindeutig die folgerung hervor, daß schwangerschaft, geburt und ernährung des kindes durchaus natürliche, normale und erträgliche vorgänge sind.
die junge frau, die sich diese einfache wahrheit fest einprägt und stets vor augen hält, ist von vorneherein besser gerüstet für alle anforderungen, die schwangerschaft, geburt, ernährung und pflege des kindes an sie stellen als eine andere, die ängstlich und zaghaft auf beschwerden, schmerzen und krankheitszeichen wartet.
zuversicht und mut, freude auf das kind und bejahung aller aufgaben, die sein werden und seine aufzucht an die frau stellen, sind die bestenhilfsmittel zur erzielung einer beschwerdelosen schwangerschaft, ener normalen entbindung, eines guten wochenbettes und ausreichender stillfähigkeit."
schon meine oma, von der mir das buch durch meine mutter weitergereicht wurde, war skeptisch, glaube ich.
Dienstag, Juni 30, 2009
zurück und auf der leine
nach einer gut gefüllten und gut genutzten woche in berlin - ein paar bilder sind bei meinem flickr-account zu sehen - zurück in d-dorf. trotz sommerhitze habe ich meine beiden letzten urlaubstage genutzt und ein paar sachen für den haushalt erledigt... tatsächlich den balkonkasten bepflanzt und gardinenstangen gekauft: aus mir wird noch eine richtige hausfrau!
aber eigentlich interessant ist, dass meine neueste (lang erwartete) film/DVD-kritik bei F.LM zu lesen ist. der thematisierte film blood tea and red string hat mir nur mittelmäßig gefallen; das in veröffentlichbare worte zu fassen, war eine neue erfahrung. das ergebnis kann man hier lesen.
aber eigentlich interessant ist, dass meine neueste (lang erwartete) film/DVD-kritik bei F.LM zu lesen ist. der thematisierte film blood tea and red string hat mir nur mittelmäßig gefallen; das in veröffentlichbare worte zu fassen, war eine neue erfahrung. das ergebnis kann man hier lesen.
Mittwoch, Juni 10, 2009
sinkadus. BOOM!
am samstag waren wir endlich mal wieder auf einem konzert, und zwar im stone im ratinger hof beim entzückenden kristofer aström.
zugegebenermaßen war es ein quasi-blindbesuch - ich habe zwar eine ganze menge platten von ihm mit hidden truck auf dem ipod, aber die tücke des shuffle ist es ja, dass man nicht sieht, was man hört. ich konnte nur aus meinem generellen eindruck schließen, dass seine musik mir gefällt, da ich nichts übersprungen und gelöscht hatte. (siehe: einfluss des mediums auf das konsumentenverhalten)
jedenfalls war es sehr schön, die örtlichkeit gerade richtig und kristofer mit den rainaways gutgelaunt. wunderschöne musik (die neue platte ist definitiv ein muss: sinkadus) und entspannte stimmung, kristofer erzählte hier und da unzusammenhängendes und gab auch zugaben. dass diese vielleicht magerer ausfallen würden als sonst, entschuldigte er damit, dass im stone gemeinhin nach einem konzert auch noch disco stattfindet, versprach aber, er sei dort ebenfalls anwesend. zitat:
"we and our lady humps... (verhaltenes gelächter)... our humps, our humps, our lovely lady humps... (mehr gelächter) no one knows what it means, but it's provocative!"
wer nicht in meiner welt lebt, dem sei gesagt: kristofer aström zitierte hier aus dem will-ferrell-juwel blades of glory (die eisprinzen). wessen herz er damit nicht gewonnen hat, dem ist sowieso nicht zu helfen.
zugegebenermaßen war es ein quasi-blindbesuch - ich habe zwar eine ganze menge platten von ihm mit hidden truck auf dem ipod, aber die tücke des shuffle ist es ja, dass man nicht sieht, was man hört. ich konnte nur aus meinem generellen eindruck schließen, dass seine musik mir gefällt, da ich nichts übersprungen und gelöscht hatte. (siehe: einfluss des mediums auf das konsumentenverhalten)
jedenfalls war es sehr schön, die örtlichkeit gerade richtig und kristofer mit den rainaways gutgelaunt. wunderschöne musik (die neue platte ist definitiv ein muss: sinkadus) und entspannte stimmung, kristofer erzählte hier und da unzusammenhängendes und gab auch zugaben. dass diese vielleicht magerer ausfallen würden als sonst, entschuldigte er damit, dass im stone gemeinhin nach einem konzert auch noch disco stattfindet, versprach aber, er sei dort ebenfalls anwesend. zitat:
"we and our lady humps... (verhaltenes gelächter)... our humps, our humps, our lovely lady humps... (mehr gelächter) no one knows what it means, but it's provocative!"
wer nicht in meiner welt lebt, dem sei gesagt: kristofer aström zitierte hier aus dem will-ferrell-juwel blades of glory (die eisprinzen). wessen herz er damit nicht gewonnen hat, dem ist sowieso nicht zu helfen.
